Rohrschirme
Vorausseilende Sicherung im Tunnel- und Spezialtiefbau.
Rohrschirme dienen der vorausseilenden Stabilisierung des Baugrunds vor dem Ausbruch von Tunneln, Kavernen oder Portalbereichen. Sie bilden eine tragfähige und setzungsminimierende Schutzstruktur über der Ortsbrust und erhöhen die Sicherheit sowie die Vortriebskontinuität insbesondere in locker gelagerten, heterogenen oder wasserführenden Böden.
Die RODIO GEOTECHNIK AG realisiert Rohrschirme mittels subhorizontal eingebauter Stahlrohre oder GFK-Elemente, die in definierten Abständen fächerförmig über der geplanten Ausbruchskontur angeordnet werden. Je nach geologischen Verhältnissen können die Rohre:
- verpresst und mit Zementsuspension umhüllt werden,
- als selbsttragende Elemente wirken,
- oder mit zusätzlichen Injektionsverfahren kombiniert werden (z. B. Jet Grouting).
Die Einbaulängen betragen in der Regel zwischen 14 und 18 m, können jedoch projektspezifisch angepasst werden. Der Achsabstand der Elemente wird statisch und geotechnisch dimensioniert und liegt üblicherweise im Bereich von 30 bis 60 cm.
Für die Installation kommen speziell ausgerüstete Tunnelbohrgeräte mit langen Lafetten zum Einsatz, welche eine präzise Ausrichtung, hohe Bohrgenauigkeit und effiziente Produktion gewährleisten – auch unter beengten Platzverhältnissen.
Rohrschirme eignen sich besonders für:
- Vortrieb unter geringer Überdeckung
- Unterquerungen von Gebäuden, Verkehrswegen oder Infrastrukturen
- Lockergestein mit wechselnden Schichten
- Böden mit Blockanteilen oder glazialen Ablagerungen
Die RODIO GEOTECHNIK AG entwickelt projektspezifische Schirmkonzepte unter Berücksichtigung der Baugrundverhältnisse, der statischen Anforderungen und der zulässigen Verformungen – technisch fundiert, präzise ausgeführt und auf maximale Vortriebssicherheit ausgelegt.